Katharina de‘ Medici, eine Florentinerin, die den Franzosen die kulinarische Kultur näher brachte

Wusstet ihr das viele Gerichte der französischen Küche in Wirklichkeit aus Italien kommen!? Um genauer zu sein aus Florenz und dem Hause Medici. Katharina de‘Medici hat in Frankreich nicht nur die Gabel eingeführt, die florentinischen Tischmanieren beigebracht sondern auch ihre Lieblingsköche und -konditoren aus Florenz mitgebracht. Zusammen mit ihnen hat Caterina die französische Küche revolutioniert.

In diesem Artikel möchte ich euch die Geschichte sechs Gerichte die von Florenz nach Paris gereist sind, erzählen.

Die Zwiebelsuppe

Das erste Gericht  ist die Zwiebelsuppe, eine toskanische gastronomische Tradition.

Katharina mochte es besonders gern und ließ das Rezept von ihren Köchen am französischen Hof zubereiten. Und wie der Zufall es wollte, wurde sie Teil der typisch französischen Küche, die auch heute noch international geschätzt wird: „soupe à l’oignon“.

Das Omelette

Das nächste Gericht aus der französisch-florentinischen Küche ist das Omelett, das von den Franzosen als nationaler Schatz betrachtet wird: In der Tat hatte die Familie Medici seit Generationen eine Vorliebe für Omelettes, und Caterina brachte dieses System der Zubereitung des Eies mit Gemüse nach Frankreich. Die Franzosen wussten es zu schätzen und taten nichts anderes, als sie umzubenennen und in Omeletts zu verwandeln.

Die Macarons

Wirklich die Wenigsten wissen, dass die Macarons über Florenz nach Frankreich gelangten: Ihr Name kommt von dem Verb ammaccare (verbeulen), also schlagen oder zerdrücken, und der Legende nach sind die Macarons im 16. Jahrhundert in Venedig entstanden und 1533 von Katharina de ‚Medici als Hofdessert für ihre Ehe mit dem Herzog von Orléans nach Frankreich eingeführt.

Das Eis

Das Eis gab bei Hofe sein Debut als Sorbet, dank des florentinischen Hühnchenverkäufers Ruggeri, der das Eis erfunden hatte. Es scheint, dass er einen in Florenz veranstalteten Wettbewerb mit dem Thema „das bizarrste Gericht“ gewonnen hat, zu dem er mit dem „Dolcetto gelato“ antrat. Das Rezept wurde geheim gehalten, bis Ruggeri eines Tages, Frankreich satt hatte, und Katharina das Rezept zusammen mit folgender Nachricht überbrachte: „Mit Ihrer Erlaubnis kehre ich zu meinen Hühnern zurück, in der Hoffnung, dass die Leute mich endlich in Ruhe lassen und sich, da sie mich vergessen haben, nur damit begnügen, mein Eis zu kosten“. Das Sorbet Eis  wurde schon im Reich der Zwei Sizilien erfunden, aber nie exportiert. Ruggeri hat wohl diese Technik perfektioniert.

Pastete à choux

Einer von Katherinas Konditoren war ein gewisser Pantanelli, der den Teig erfand, der Choux (Kohl) genannt wurde, weil er an die Form des Kohls erinnerte. Er kann sowohl salzig als auch süß sein. Der Teig ist neutral (wie das Gebäck), was sich ändert, ist die Füllung. Die Franzosen liebten den Brandteig so sehr, dass sie ihn als Basis für Eclairs, Religieuses und das modernere Paris-Brest verwendeten.

Béchamel

Die Bechamelsauce ist bekannt als die Schöpfung von Louis de Bèchamel, Marquis von Nointel, Großer Kammerherr von König Ludwig XIV (17. Jahrhundert). Nicht jeder weiß, dass diese Sauce dasselbe Rezept ist wie ihr toskanischer Vorfahre: Salsa Colla (der Name kommt daher, dass die Sauce auch zum „Binden“ der Zutaten eines Gerichts verwendet wurde) kam mit der Ankunft von Katharina in Paris nach Frankreich.

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